Warum mich AI im Coaching begeistert – und weshalb ich an NITA mitgewirkt habe

Zwischen Menschlichkeit und Technologie

Als ich vor einigen Jahren begann, künstliche Intelligenz in meinem Coaching-Alltag auszuprobieren, war ich neugierig – und gleichzeitig skeptisch.

  • Kann Technologie Menschen wirklich sinnvoll unterstützen?

  • Kann sie Lernen fördern, ohne den Menschen aus dem Mittelpunkt zu drängen?

  • Kann sie Coaching ergänzen, ohne die Beziehungsebene zu verlieren?

Heute beantworte ich diese Fragen mit einem klaren Ja.

Nicht weil AI Menschen ersetzt. Sondern weil sie Menschen befähigen kann. Genau deshalb habe ich mit Überzeugung an NITA mitgewirkt.

Die Beobachtung, aus der alles entstand

In den vergangenen Jahren durfte ich hunderte Menschen bei beruflichen Veränderungen begleiten.

  • Jugendliche bei der Berufswahl.

  • Fachkräfte in der Neuorientierung.

  • Führungskräfte im Outplacement.

  • Stellensuchende nach einer Kündigung.

Dabei begegnete mir immer wieder dieselbe Herausforderung:

Menschen investieren viel Zeit in ihre Bewerbungsunterlagen, erhalten eine Einladung zum Vorstellungsgespräch und scheitern anschliessend an Fragen, die sie selbst kaum beantworten können.

  • Wie wirke ich auf andere?

  • Komme ich kompetent und glaubwürdig rüber?

  • Sind meine Antworten verständlich?

  • Bin ich zu ausführlich?

  • Wird meine Motivation überhaupt sichtbar?

Nach einer Absage erhalten die meisten Menschen keine ehrliche Rückmeldung. Oft bleibt es bei einem Standardsatz.

Die eigentliche Lernchance geht verloren.

Lernen braucht Feedback

Als Coachin erlebe ich immer wieder, wie wichtig Feedback für Entwicklung ist.

Nicht als Bewertung. Sondern als Spiegel.

Denn häufig besteht eine grosse Lücke zwischen Selbstbild und Fremdwahrnehmung. Viele meiner Coachees erleben im Interviewtraining echte Aha-Momente.

Sie erkennen beispielsweise,

  • dass sie ihre Kompetenzen kleiner darstellen als nötig

  • dass sie wichtige Erfahrungen gar nicht erwähnen

  • dass ihre Antworten deutlich länger ausfallen als gedacht

  • dass ihre Motivation zwar vorhanden, aber nicht sichtbar wird

Diese Erkenntnisse verändern oft mehr als jede Optimierung eines Lebenslaufs. Doch Coachingzeit ist begrenzt. Das eigentliche Lernen findet meist zwischen den Sitzungen statt.

Genau hier begann meine Faszination für künstliche Intelligenz.

Warum NITA für mich Sinn macht

NITA wurde entwickelt, um Menschen einen geschützten Raum zum Üben zu bieten.

  • Einen Raum ohne Druck.

  • Ohne Angst vor Bewertung.

  • Ohne das Risiko, eine echte Chance zu verpassen.

Menschen können Vorstellungsgespräche trainieren, Antworten ausprobieren und ihre Wirkung reflektieren. Sie erhalten strukturiertes Feedback und gewinnen neue Perspektiven auf ihr eigenes Auftreten.

Für mich ist das kein Ersatz für Coaching. Es ist ein Verstärker von Coaching.

Ein Lernraum zwischen den Gesprächen und ein Trainingspartner, der jederzeit verfügbar ist.

Besonders am Herzen liegen mir neurodivergente Menschen

Viele neurodivergente Menschen verfügen über aussergewöhnliche Fähigkeiten und Potenziale. Doch Vorstellungsgespräche sind oft nicht die Umgebung, in der diese automatisch sichtbar werden.

Manche verlieren sich in Details. Manche unterschätzen sich selbst. Manche reagieren unter Stress ganz anders, als sie es im Arbeitsalltag tun würden.

Ein sicherer Übungsraum kann hier enorm viel bewirken. Nicht um Menschen zu normieren.
Sondern um ihnen Sicherheit zu geben und ihre Stärken sichtbar zu machen.

Dieser Unterschied ist mir wichtig.

Die Zukunft gehört nicht Mensch oder AI

Eine Frage höre ich immer wieder: "Hast du keine Angst, dass künstliche Intelligenz Coaches irgendwann ersetzt?"

Meine Antwort lautet: Nein.

Je mehr ich mit AI arbeite, desto klarer wird mir, wo ihre Stärken liegen – und wo ihre Grenzen.

  • AI kann analysieren.

  • AI kann Muster erkennen.

  • AI kann Wissen zugänglich machen.

  • AI kann Feedback geben.

Was sie nicht kann, ist echte menschliche Begegnung. Sie kann nicht spüren, was zwischen den Zeilen geschieht. Sie kann keinen Raum halten, wenn jemand an sich zweifelt. Sie kann keine vertrauensvolle Beziehung aufbauen.

Die eigentliche Kraft von Coaching entsteht genau dort.
In der Beziehung. In der Resonanz. Im gemeinsamen Denken und Reflektieren.

Warum ich auch künftig offen für AI-Projekte bleibe

Die Zusammenarbeit an NITA hat meine Überzeugung weiter gestärkt:

Technologie wird dann besonders wertvoll, wenn sie menschliche Entwicklung unterstützt. Mich faszinieren Lösungen, die Menschen befähigen, statt sie zu ersetzen.

Die Lernen zugänglicher machen. Die Selbstreflexion fördern. Die neue Möglichkeiten eröffnen, wo bisher Grenzen bestanden.

Deshalb kann ich mir gut vorstellen, auch künftig an Projekten mitzuwirken, die Coaching, Lernen und Technologie sinnvoll miteinander verbinden.

Nicht weil ich Technik spannend finde. Sondern weil ich Menschen spannend finde.
Und weil ich überzeugt bin, dass gute Technologie genau dort ihren Platz hat:

Dort, wo sie Menschen hilft, ihr Potenzial sichtbarer zu machen.

Mein persönliches Fazit

NITA ist für mich weit mehr als ein AI-Projekt.

Es ist ein Beispiel dafür, wie Technologie und Menschlichkeit zusammenwirken können.

Wenn wir künstliche Intelligenz nicht als Ersatz für Beziehungen verstehen, sondern als Werkzeug für Lernen, Reflexion und Entwicklung, entstehen Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren.

Und genau das begeistert mich. Nicht die Technologie an sich. Sondern die Menschen, die durch sie wachsen können.

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